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Erntezeit - Fazit Tomatengarten
Sieht das nicht appetitlich aus? Mein kleines Ernteschälchen mit roten Flaschentomaten (Sorte San Marzano) und runden Tomaten (Sorte Gelbe Königin) aus meinem Minigemüsegärtchen. (3 Kübel mit je einem Tomatenstrauch)
Was ich damit mache? Ich bestreiche Brot mit Aufstrich (gibt diverse Cremes aus Gemüse und mit Sonnenblumen- oder Cashewkernen) und oben drauf kommen die Tomaten. Das ist schon was besonderes, wenn auch der Geschmack nicht soooo gut ist wie ich mir erhofft habe. Jaja, meine Erwartungen ...
Noch ist Vorrat da:
Einige gelbe und rote Tomaten reifen.
Das praktische an dieser Form der Bevorratung: Sie werden nicht schlecht. Am Strauch bleiben sie frisch - gut wahrscheinlich nicht ewig, aber frischer, als wenn ich sie in der Küche lagern würde. Das ist einfach klasse.
Dieses Gefühl: Ich habe 'immer' frische Tomaten zur Hand gefällt mir. Gut, 'immer' stimmt nun ja nicht wirklich, denn da ich den Strauch nach oben hin gekappt habe, sind bald alle Früchte abgefuttert. Insgesamt würde meine Ernte wohl für vier Portionen Tomatensalat reichen. Immerhin.
Die vier großen Fleischtomaten werden inzwischen auch rot. Hätte nicht gedacht, dass es auf einmal so schnell geht.
Von den drei anderen Tomateneigentümern erhalte ich herrliche Fotos. Das macht Spaß, so unterschiedliche Sorten zu betrachten. Da schlägt mein Naturherz schon höher. Auch das Beobachten, wachsen lassen ist toll ...
Allerdings bedeuten diese Pflanzen schon Arbeit bzw. Aufmerksamkeit, darüber hatte ich ja berichtet: Tomatenfreude - den Wert von Lebensmitteln erkennen
Länger alleine lassen kann man die Tomatensträucher nicht, zumindest nicht, wenn es heiß ist, keine Gießautomatik da ist und kein Gewächshaus oder Regenschutz. Hm. Ob ich das Experiment nächstes Jahr nochmal wiederhole? Wenn ich mich heute entscheiden würde, lautete die Antwort: Nein. Mach ich erst mal nicht mehr.
Warum? Arbeit. Der Geschmack war nicht soooo toll wie ich es mir erhofft habe. Auch wenn die Qualität wirklich kaum besser sein könnte. Sooooo viel Liebe, wie meine Schützlinge abbekommen haben. :o)
Ich freue mich jetzt auf den weiteren Genuss und schaue mal, was mein Gärtnerherz nächstes Jahr sagt. Hoffentlich erinnere ich mich vor Spontanentscheidungen an diesen Blog. :o) Im Frühjahr wollte ich noch mehrere massive Hochbeete aus Holz anschaffen mit Zucchini, Gurken, Tomaten, Kräutern. Heute weiß ich, warum das nicht geklappt hat. Der Himmel denkt mit.
Ihre
Anja Kolberg
PS: Noch ein Surftipp zum Schluss. Wer Interesse an Tomatensamen hat, mehr über ausgefallene Sorten, den Tomatenanbau und herrliche Fotos und auch Videos sehen möchte, dem empfehle ich die Seite www.lilatomate.de - Eine Fachfrau mit Herz bei der Arbeit.
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https://www.frauencoaching.de/archives/2015/08/entry_6944.html
Darüber
hinaus erlaube ich die Nutzung außerhalb dieser Webseite nur mit meiner
Genehmigung.
Thema: Blog - 2015, 2. Halbjahr, Blog - Garten - Sommer
Tomatenfreude - den Wert von Lebensmitteln erkennen
Seit dem Frühling habe ich drei Tomatenpflanzen. Die Gemüsekisten-Anbieter schnürten ein Paket mit sechs Überraschungstomaten. Alles Bio. Da ich Tomaten liebe und gerne was im Garten anbauen wollte, bestellte ich das Set.
Neugierig betrachtete ich die verschiedenen Sorten (auf dem Foto oben sind sie schon einige Zeit in meiner Obhut):
- San Marzano, eine Flaschentomate, die vor allen Dingen für Soßen genutzt wird und wegen ihrer Empfindlichkeit im Anbaugebiet gleich in Konserven verarbeitet wird. Die Sorte war fast vom Aussterben bedroht.
- Goldene Königin. Eine runde Tomate, entspricht von außen bis auf die gelbe Farbe einer normalen Durchschnittstomate.
- Ochsenherz, eine Fleischtomate, die sich besonders durch meist durchgängiges Fruchtfleisch mit wenig Kammern und Samen auszeichnet.
- Und drei weitere: Eine schwarze russische Eiertomate (Namen weiß ich nicht mehr), die sich sehr gut lagern lässt, eine 'Balkontomate' und eine, an der kein Schildchen war.
Mir war bald klar: Alle sechs Pflanzen wird eine zu große Nummer für mich. Vor allen Dingen, weil wir kein Gewächshaus haben und die Tomaten gerne vor Regen geschützt stehen, aber auch Sonne brauchen, um zu reifen. Ein Platz unter der Pergola ist regenfrei, aber nicht sonnig. Hm, die beste Lösung wäre also: Bei Sonne raus stellen, bei Regen unterstellen. Für drei Pflanzen geht das, für sechs wirds platzmäßig eng unter der Pergola. Die Menschen wollen da ja auch noch sein. :o)
Also verschenkte ich drei und drei Pflanzen behielt ich, nämlich die ersten drei der Liste oben, deswegen weiß ich deren Namen auch noch.
Seit dem macht es mir Freude, das Wachsen der Pflanzen, das Aufblühen der Knospen und Werden der Tomaten zu beobachten. Heute früh sah ich zum Beispiel Tautropfen an den Blatträndern. Herrlich!
Wie viel Liebe, Sonne, Wasser, Pflege die Pflanzen brauchen, bis sie erntereif sind. Da sind diese Aufgaben: Gießen, Umtopfen (ich habe eine vorgedüngte Bioerde besorgt und seit dem nicht mehr gedüngt, obwohl es heißt, sie wären Starkzehrer, brauchen also viel Nährstoffe, habe ich den Boden so gelassen wie er ist), mit Stäben abstützen, ausgeizen (an den Ast-Gabelungen wachsen neue Triebe, das ist zu viel für die Pflanze, deswegen werden diese Triebe regelmäßig weggeknipst = ausgegeizt), dann wie geschrieben rein und rausstellen, und vor einigen Wochen habe ich die Triebe entfernt, die keine Früchte trugen, auch die Blätter und Zweige, um der Pflanze zu ermöglichen, sich auf was wesentliche zu konzentrieren. Auch nach oben hin habe ich die Pflanze gekappt, der Hauptrieb reichte schon weit über die Stäbe hinaus.
Über Monate mitzuerleben wie viel Zeit und Energie es braucht, bis eine Tomate eßreif ist, hat einfach noch mal eine andere Dimension. Es ist ein anderes Erleben. Das macht mir den Wert der Lebensmittel nochmal bewusster. Er war mir auch schon vorher bewusst und wir sind achtsam mit ihnen umgegangen.
Bald ist die erste Ernte möglich! Die ersten Früchte der Gelben Königin sind reif:
Und auch die Flaschentomaten wechseln so langsam ihre Farbe von grün nach rot:
Einzig die Fleischtomaten lassen sich noch Zeit:
Bei diesen urigen Tomatenpflanzen ist es noch möglich, den Samen zu trocknen und daraus nächstes Jahr neue Pflänzchen zu ziehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das möchte. Dieser Pflegesommer hat doch bleibende Eindrücke hinterlassen. :o)
Jetzt freue ich mich auf den Geschmack. Der Duft ist schon mal himmlisch. Wenn ich eines der Blätter berühre oder an den Tomaten rieche: Herrlich tomatig.
Vorfreudige Grüße
Anja Kolberg
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... dann gehe ich in einen Buchladen. Das Bücher-Orakel
Wenn es mir nicht gut geht und ich merke, ich brauche Input, Ablenkung, Bewegung: Dann gehe ich, wenn es sich stimmig anfühlt, in einen Buchladen.
Dort lasse ich mich treiben, meist lande ich im Bereich Esoterik, Lebenshilfe. Ich suche mir einige Titel aus, die mich ansprechen. Und dann setze ich mich mit den Büchern gemütlich hin. Je nach Buchladen kann ich mir sogar einen Kaffee dazu ziehen.
Erst mal durchatmen. Ich fühle die Umschläge, das Papier, betrachte die Gestaltung und schlage das Buch spontan auf, lese ein paar Zeilen, blättere weiter.
Bei denen, die mich am meisten berühren, bleibe ich hängen und atme auf. Das ist genau die Lektüre, die mir in dem Moment hilft. Ich lese die Informationen zum Autor oder der Autorin und es gibt bald einen Stapel: 'Will ich.' und einen weiteren 'Will ich nicht.' Auf dem letzten landen die Bücher, die mich beim Durchblättern doch nicht ansprechen oder bei denen ich den Inhalt nur schwer aufnehmen kann, weil sie für mich schwer verdaulich geschrieben sind.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nichts bringt, mehr als ein Buch zu kaufen, was mir wirklich schwer fällt. Warum nicht mehr als ein (gut, maximal zwei) Bücher?
Das Buch spricht mein momentanes Befinden und Interesse an, was nicht ewig andauert. Ich kann nur ein Buch mit Aufmerksamkeit lesen, so bleibt eines un- oder nur angelesen liegen. Was schade ist. Ich möchte mein Geld bewusst einsetzen und darauf vertrauen: Eine Sache hilft, nicht x Dinge. Das will wohldosiert und überlegt sein. Und zuviel Input kann auch lähmen, wie ich in Endlich mehr Output als Input! beschrieb.
Die ersten Jahre meiner Selbstständigkeit habe ich so viele Bücher bestellt wie mich zu einem mich beschäftigenden Thema ansprachen. Was habe ich da alles im Buchregal stehen gehabt, vieles kaum durchgearbeitet, nur quer- oder angelesen. Gut, die Sachbücher lassen sich gebraucht prima verkaufen, aber diesen Weg kann ich mir durch eine bewusste Entscheidung vorher sparen.
Also: Entscheidung her. Dafür nehme ich jedes Buch vom Stapel 'Will ich.' halte es einen Moment in den Händen und frage mich: 'Hilft mir das weiter?' oder 'Tut mir das jetzt gut?' - mein Inneres hat meist eine klare Meinung. Wenn nur noch zwei übrig sind, spinxe ich noch mal rein und entscheide spontan oder nehme wie beim letzten Mal beide aus der Endauswahl mit. Wobei eines noch ungelesen und eingepackt auf dem Schrank liegt. Ich will es aber schon lange haben und es passte wirklich gut. Es muss noch was warten. Und es kommt auch vor, dass ich ohne einen Kauf den Buchladen verlasse, weil mich keines so anspricht, dass ich mich damit intensiver beschäftigen möchte.
An der Kasse lasse ich mir meine Auserwählten als Geschenk für mich einpacken. Das ist ein herrliches Gefühl beim Auspacken. Es sind ja Geschenke an mich selbst.
Beim letzten Buchhandelsbesuch habe ich mir "Die sanfte Kraft des Yoga" aus dem blv-Verlag mitgebracht:
Mich hat neben der schönen Gestaltung besonders die Erklärung der spirituellen Hintergründe angesprochen, die ich hilfreich fand. Und die Haltung, dass die Übungen richtig sind, die sich auf den Stand der Leserin einlassen. Im Text fand ich eine Atemübung, die ich gleich mal ausprobierte: Den Atem zu mir hinein lassen (= Gott/die Sonne/...), inne halten (= Gott ist bei mir) und Ausatmen (= ich komme Gott nahe). Und dabei so aufmerksam sein wie es geht. Das war ich auch, weil ich Übung und Gedanken (was in den Klammern steht) miteinander verband. Das war wirklich hilfreich, denn ich war so ganz im Hier und Jetzt.
Die Erklärung, dass die Übung dann richtig ist, wenn ich weder unterfordert (die Gedanken gehen spazieren) noch überfordert bin (habe schnell keine Lust mehr), fand ich auch klasse. Es geht nicht darum, besonders schnell und viel zu schaffen, sondern das zu machen, was geht.
So saß ich letztes Wochenende auf der Bank hinterm Haus und machte dort eine Übung mit den Händen, die eigentlich fürs Stehen gedacht war, ich lies einfach alle Fußbewegungen weg. Zu mehr hätte ich mich nicht aufraffen können.
Wichtig war: Die Übung hat mir in dem Moment gut getan und die Gedanken im Buch tun mir gut, ich kann daraus einiges für mich mitnehmen. Das war der Hauptgrund des Kaufs für mich. Auch wenn ich die meisten Übungen wahrscheinlich nicht machen werde. Ich finde Yoga total sinnvoll für mich, aber ich schaffe es bisher nicht, mir wirklich die Zeit dafür zu nehmen... Das ist ok und kann ja noch kommen. Kleine Schritte zählen.
Das Buch hat mir schöne Impulse gegeben und mir geholfen, auf andere Gedanken zu kommen. Das Bücher-Orakel hilft herrlich.
Liebevolle Grüße aus Köln
Anja Kolberg
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Boing - geht es mir besser! Tssss
Heute geht es mir besser. Einfach so. Das Herzklopfen ist kaum noch da. Genau heute, wo ich ein Langzeit-EKG bekomme... Jetzt muss ich mal kräftig mit den Augen rollen. Ich freue mich natürlich, dass es mir besser geht, aber mir wäre lieber gewesen, ich hätte letzte Woche oder davor den Termin zum EKG gehabt, als es besonders extrem war. Diese Wartezeiten nerven mich und helfen nicht wirklich weiter.
Boing - einfach so besser. Ich bin noch unsicher, ob das so bleibt oder wie lange. Ein Tag? Zwei? Bis nächstes Jahr? Für immer? Heute hat mich auf jeden Fall nicht plötzlich diese extreme bleiernde Müdigkeit wie ein Gespenst überfallen, auch sonst fühle ich mich fit im Kopf, kann mich gut konzentrieren.
Letztes Jahr im Sommer hatte ich diese Phase ja auch und sie wurde besser. Gestern spürte ich noch so deutlich, dass ich komplexe Sachverhalte kaum erfassen kann, stellte Projekte zurück und heute ist es - zumindest gefühlt in diesem Moment- kein Thema. Zwar bin ich noch nicht superfit, aber viel besser. Tssss verstehe einer meinen Körper!
Ich habe nichts anders gemacht. Mir wäre am liebsten, ich wüsste die Ursache ganz genau, damit ich - wenn es mir wieder schlecht geht - weiß, auf welchen Knopf ich drücken muss. Ist aber nicht so, denn noch weiß ich nix.
Besonders merkwürdig und ich erinnere, so war es auch letztes Jahr: Kaum geht es mir wieder besser, frage ich mich, was denn 'so schlimm' war. Wie ein Geist sind die Symptome verschwunden. Ich erinnere mich zum Beispiel, dass ich letztes Jahr viele Wochen gar nicht ins Bergische gefahren bin, weil ich mich dazu überhaupt nicht fit fühlte (so ist es jetzt auch, seit Ende Juni war ich nicht mehr zu Hause) und mich dann im Winter fragte, warum ich das im Sommer denn nicht geschafft hatte. Jetzt habe ich mein Verhalten vom letzten Sommer so gut nachvollziehen können. Es ging einfach nicht.
Die 'gute Phase' heute habe ich genutzt, um die Druckdaten der Tischkalender 2016 für die Druckerei fertig zu stellen. Seit etwas mehr als zwei Wochen arbeite ich intensiv an der Konzeption. Es wird wieder zwei Tischkalender geben, so viel mag ich schon verraten. Bald mehr dazu.
Ich bin so froh, dass ich die Konzeption und Druckdatenerstellung geschafft habe, obwohl mein Körper so schlapp war. Yeah! Erstaunlich, was der Mensch alles schaffen kann, wenn er eine Motivation hat.
So, gleich was morgen oder übermorgen kommen mag: Heute freue ich mich, dass es mir besser geht. Und das feiere ich mit diesem Blogbeitrag und mit meinem nun folgenden Sprung in meine Hängematte.
Die hat mich besonders am Wochenende so herrlich aufgefangen und geschaukelt. Himmel, hat das gut getan, mich so auszuruhen. Mehr vom Hängematten-Gefühl gibt es hier.
Ganz liebe Grüße aus Köln
Anja Kolberg
PS: Ein Unterschied ist mir abends eingefallen. Morgens war ich leicht müde, dann kam die Gemüsekiste und ich machte mir aus Banane, Weizengraspulver, getrockneten Datteln und Kohlrabiblättern einen Smoothie. Ob der geholfen hat? Ich hatte schon wochenlang keinen mehr zubereitet. Hm...
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