Was bewegt uns, Neues zu tun?
Wenn wir wissen, dass die derzeitige berufliche oder private Situation
nicht mehr gut für uns ist, heißt das noch lange nicht, dass wir uns
etwas Neuem zuwenden. Warum? Wir kennen das Alte sehr gut, wissen
inzwischen wie wir mit den Schwierigkeiten umgehen müssen. Wir wissen,
was wir haben, auch wenn Teile davon schrecklich ist. Aber das Neue, das
kennen wir nicht, da verbirgt sich viel Ungewissheit. Wer sagt denn,
dass es wirklich besser werden wird?
Was muss also passieren, damit wir uns aus dem Alten, dem täglichen Trott hinaus bewegen und uns zum Beispiel bewerben, neue Menschen kennen lernen, ein neues Projekt anpacken, ein altes loslassen, einen neuen Weg einschlagen in Beruf oder Privatleben?
- Manchmal hilft der Körper, denn er macht durch Warnsignale deutlich: Wenn du so weiter machst, klappe ich ganz zusammen.
- Manchmal hilft die Seele: Wir haben einfach keine Kraft mehr, bestimmte Situationen noch ein weiteres mal zu durchleben. Der Leidensdruck wird unerträglich.
- Manchmal helfen freche Bemerkungen: Uns sagt jemand, dass wir das nicht schaffen und das weckt den Ehrgeiz in uns.
- Manchmal kommen starke Gefühle zur Hilfe: Wir sind z.B. wütend über jemand anderen und aus dieser Kraft heraus bewegen wir uns.
- Manchmal hilft ein Schockerlebnis: Ein Unfall, eine Krankheit, ein Todesfall bringt uns über uns und unser Leben zum Nachdenken.
- Manchmal hilft ein Termin: Zum Beispiel ein runder Geburtstag, an dem wir unser Leben betrachten und uns sagen "Das war noch nicht alles. Jetzt oder nie!"
- Manchmal hilft der starke Wunsch, etwas Bestimmtes zu erreichen oder zu erleben. Das Neue zieht uns magisch an.
- Vielleicht hören wir auf unser Herz, das uns sagt: Es ist Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen.
- Das sind nur acht von unzähligen Auslösern, die es möglich machen, dass wir uns bewegen.
Der Weg zum Neuen ist alles andere als leicht. Wir müssen unsere über Jahre eingefahrenen Grenzen überwinden, Neues lernen. Wir erleben Rückschläge. Zeiten der Hoffnungslosigkeit, der Einsamkeit. Und immer wieder ein Funke der Zuversicht und des Vertrauens, dass dieser Weg ein guter ist, weil wir auf unser Herz hören und immer wieder spüren: Das habe ich gut gemacht.
Ich habe alle oben genannten Situationen selbst erlebt und auch im Coaching begleitet. Für mich hat es sich jedes Mal gelohnt, meine eingefahrenen Grenzen zu überwinden und Neues zu tun. Ich hatte die Gelegenheit zu wachsen, mich besser kennen zu lernen, ein Stück weiter zu kommen auf meinem Weg und es ist ein schönes Gefühl, zu wissen: Das hab' ich geschafft!
Anja Kolberg
Thema: Blog - 2008, 2. Halbjahr, Blog - Berufl. Orientierung

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