Sie befinden sich hier: Psychosomatische Bauchschmerzen
« Och Mensch! | Home | Spätsommer-Impressionen »

Psychosomatische Bauchschmerzen

Gestern habe ich mir den Rat meines Inneren zu Herzen genommen und den PC ausgemacht. Nach einer langen heißen Dusche bin ich mit einer frischen Wärmflasche ins Bett geschlüpft. Das erlaube ich mir normalerweise nur, wenn ich meine Tage habe. Dann "darf" ich das. Aber außerhalb dessen erlaube ich mir nicht krank zu sein. Mein Gott, wenn ich lese, was ich da schreibe, sträuben sich mir die Haare zu Berge. Was bin ich hart zu mir selbst!

Gut, gestern war ich das nicht. Die Wärmflasche hat geholfen, die Bauchschmerzen einzudämmen. Ich bin ausgiebig mit meinen Gedanken durch meinen Körper spazieren gegangen, habe mir eine weise sehr liebevolle Frau vorgestellt, die mir hilft, meine Schmerzen zu heilen. Jedes Organ haben wir uns angeschaut, hier und da etwas dunkles entfernt, zuerst eine Heilsalbe auf diese Stellen gegeben oder eine Farbe auf dunkle Stellen geschickt. Seufz. Das war schön. Ich bin zwar immer wieder mit meinen Gedanken woanders spazieren gegangen, dann aber wieder zurück gekehrt. Zum Schluss haben wir ein helles glitzerndes Licht durch meinen ganzen Körper von Kopf bis Fuß geschickt. Das sah so schön aus, wie ich hellglitzerte und in der Luft schwebte. ICH LIEBE MEINE PHANTASIE!

Und wissen Sie was? Nach dieser Phantasiereise war ich entspannt und mein Bauch schmerzte kaum mehr. Ich nehme an, dass ich in der letzten Nacht ziemlich kalt geworden bin, offenes Fenster, kalt-nasse Luft... Andererseits kenne ich solche Bauchschmerzen von mir aus der Zeit, als ich noch zur Schule ging und dort irgend etwas war, das mir Sorgen machte. Bei Lousie L. Hay finde ich zu Bauchkrämpfen (passt am ehesten) als wahrscheinlichen seelisch-geistigen Grund: "Angst. Bringt den weiteren Fortgang zum Stillstand." Ja, damit kann ich was anfangen. Schon tragen diese Worte meine Gedanken fort zur möglichen Ursache... Das neue Gedankenmuster dazu heißt übrigens: "Ich traue dem Prozeß des Lebens. Ich bin in Sicherheit."

Es hat mir gut getan, mich so liebevoll um mich zu kümmern. Richtig fröhlich war ich zeitweise am Abend. Die Stimmung schwankte zwar immer wieder, dann kamen wieder Phasen, wo ich mich doof fühlte. Doch es blieb nicht standhaft so. Ein hin und her pendeln.

Heute geht es mir wieder gut. Meine Stimmung ist ausgeglichen. Der Bauchschmerz flackert nur noch für Sekundenbruchteile auf, wenn ich daran denke. Ich bin guter Dinge.

Was für ein Glück, dass ich mir gestern die Auszeit genommen habe.

Ja, diesen Moment des Bewusstwerdens, mit mir gestern trotz erster Widerstände so liebevoll umgegangen zu sein - den genieße ich jetzt.

Ihre Anja Kolberg

Erstellt durch: Anja Kolberg am Dienstag, 17 August, 2010
Thema: Blog - 2010, 2. Halbjahr, Blog - Körper & Schmerzen
Aktion