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Dienstag, 05 Dezember, 2017

Türchen 5: Pech und Glück liegen nah beieinander. Wilde Blüten und Strandbuggyspaß

Ab 7 Uhr am Dienstag war der Urlaubsschlaf beendet. Die Handwerker warfen große Platten vom Dach in den Container. Ich habe in den Bausituationen zu Hause gelernt wie wichtig es ist, in solch stressigen Momenten, wo ich nicht so leicht davon laufen kann, meine Aufmerksamkeit auf Schönes zu richten. Also brachen wir mit Minu zu einem Spaziergang durch die schöne Dünengegend auf.

Dieser alte und scheinbar verlassene Bauernhof hatte eine tolle Ausstrahlung:

Am Wegesrand entdecken wir tolle Blüten:

Oben der rote Klee oder diese rot-grünen Perlen:

Wicken in gelb:

und in lila:

Hornveilchen:

Margeriten:

Lungenkraut:

Schafsgarbe:

Und natürlich die unglaublich gut duftenden Kartoffelrosen, die in großen Büschen überall an der Küste anzutreffen sind. An ihnen habe ich so oft es geht gerochen, weil diese Düfte sich beruhigend auswirken. Hier gab es sie in weiß

und in pink:

Löwenmäulchen:

Strand-Grasnelken:

Glockenblumen:

Was für ein schöner Ausflug durch die Natur. Die wilden Blüten anzuschauen, durch die bewachsene Hügellandschaft zu gehen, hat einfach gut getan.

Zurück am Haus wollten wir allem Baugedöns zutrotz auf dem Balkon Frühstücken.

Keine gute Idee. Während wir da saßen, wurde viel Material per Lkw angeliefert und vor unserem Haus parkte ein Tanklaster und brachte uns Öl. Urlaubsatmosphäre? Nein. Die Hoffnung einer einwöchigen Baustelle, so dass wir noch zwei Wochen wirklichen Urlaub hatten, schwand dahin.

Ich musste weg von dem Krach. Also fuhr ich in die nächst größere Stadt, das ca. 30 km entfernte Hjoering (ca. 25.000 Einwohner). Auch größere Städte haben meist die typischen anderthalbgeschossigen Häuser, rote Ziegeldächer, oft dicht an der Straße stehend. Ich bummelte durch die Fußgängerzone, wo es auch zweigeschossige und höhere Häuser gab.

Wie schon sonntags in Loekken fand ich schöne Klamottenläden, die typischen Gebrauchtwaren- oder Antikgeschäfte, Sportgeschäfte, Cafés, Restaurants, sogar ein Shoppingcenter mit Deko- und Einrichtungswaren. Doch charmanter fand ich das kleinere Loekken.

Hjoering war schnell angeschaut. Besonders schön fand ich diese alte Hausfassade. Ich hätte Museen oder Parks anschauen können, aber darauf hatte ich keine Lust. Und nun? Zurück in den Krach ins Ferienhaus? Nein. Ich fuhr nach Loekken, wo ich sonntags ein Geschäft mit Strandzubehör und Drachen gesehen hatte. Ob die vielleicht so faltbare Strandstühle hatten, die ich am Tag zuvor am Strand gesehen hatte?

Die freundliche Verkäuferin zeigte mir einen klappbaren Stuhl aus Holz, der mit Stoff bezogen war. Allerdings saß man darauf so gut wie auf dem Boden. Das würde uns keine Freude machen, davon wieder aufzustehen. Oh schade, das war gar nicht, was wir suchten. Ich sagte ihr, wir suchten etwas höheres wie Stühle. Sie guckte mich einen Moment an, sagte so was verkaufe sie nicht im Laden, aber sie hätte da vielleicht etwas für mich.

Ich solle mal mitkommen. Sie lies den Laden unbeaufsichtigt und ging mit mir durch die schmale Gasse hinter das Haus. Da standen zwei faltbare Campingstühle wie ich sie mir vorgestellt hatte. Von Sand überzogen, leichter Rost am Rahmen (was hier bei der salzigen Luft schnell passiert) und voll funktionsfähig. Zwei Urlauber hätten die Stühle da gelassen.

Sie wären kostenfrei, ich könne sie so mitnehmen. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Damit ließe sich selbst bei starkem Baustellenlärm die Zeit am Meer tagsüber verbringen. Ich musste nicht noch lange suchen, wo ich genau so Stühle in der Gegend finden konnte. Da war mir einfach so eine klasse Lösung geschickt worden! Hüpf! Ich schleppte die Stühle zum Auto und fuhr erfreut nach Hause.

 

Meinen Mann lud ich am Nachmittag zum Picknick am Strand ein. Es war trockenes Wetter und wenig Wind. Wenn wir nicht auf dem Balkon in Ruhe sitzen und das Meer genießen können, dann dort in jedem Falle. Dann könnten wir auch Minus Wagen ausprobieren. Wir hatten für Minu einen Strandbuggy gekauft. Letztes Jahr konnte sie weite Strecken nicht mehr gehen und wir mussten unsere Spaziergänge oft abbrechen.

So kam mein Mann auf die Idee, einen faltbaren Strandbuggy mitzunehmen, darin könne Minu sitzen und wir weiter spazieren gehen. Gedacht, gemacht. Wir hatten so viel Spaß alleine bei dem Gedanken und als wir zu Hause den Buggy ausprobierten guckte Minu ganz freudig.

Also auf zum Strand! Es war herrlich gleich in der Nähe der Wasserkannte im Windschatten des Autos zu sitzen. Etwas trinken und essen, das Meer beobachten, klasse.

Die Krönung war dann Minu, die wie die Queen im Wagen saß und sich über den Strand ziehen lies.

Es fehlte nur noch, dass sie winkte.

In diesem Moment dort am Strand war ich einfach glücklich. Der Himmel hatte mir diese Strandstühle beschehrt und wir wären wohl nicht mit dem Auto zum Picknick an den Strand gefahren, wenn uns die Baustelle von unserer genialen Aussicht auf dem Balkon vertrieben hätte. So konnten wir ganz nach am Wasser eine schöne Zeit verbringen. Pech und Glück können so nah bei einander liegen.

Guckt sie nicht einfach zufrieden?

Soviel für heute vom Meer.

Hier geht es weiter mit Türchen 6: Türchen 6: Aktiv werden. Wie kann ich mir beistehen?

* * * Bisher erschienen:

Der Adventskalender ist gestartet - mit Verlosung

Türchen 1: Angekommen am Meer - Das Ferienhaus

Türchen 2: Das erste mal am Strand - wo ist der Ausgang?

Türchen 3: Schöner Bummel-Sonntag in Loekken

Türchen 4: Die erste Prüfung beginnt 

Bis morgen,

Ihre Anja Kolberg

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