Ausgewählte Blogbeiträge

Hallo und herzlich willkommen, hier habe ich einige Blogbeiträge für dich zusammen gestellt.

Du bist hier genau richtig, wenn du Inspiration und Kraft tanken möchtest!

Viel Spaß beim Stöbern

Deine Anja

Was ist Hochsensibilität?

Hängematten-Gefühl

Lipödem alternativ behandeln

Vegane, cremige Gemüsesoße

Mir selbst eine gute Mutter sein

Spargel mit veganer Köstlichkeit

Vegane Spargelsuppe

Veganes Basilikumpesto

Reiseberichte - Ferienhaus in Dänemark

Mein kreativer Hindernislauf

Warum Wildkräuter naschen?

Warum Walking Balsam für die Seele ist

Warum walke ich?

Glück statt Frust in Beziehungen bringen

Veganer warmer Kartoffelsalat

Ausflug ins Freilichtmuseum Lindlar

Naturschmeichler für meine Seele

So war mein 49. Geburtstag

Wie wird es ein stimmiger Geburtstag für mich?

1 Jahr ohne Minu

Meine Themen für 2019

Kalenderinspirationen für Lilo

Kalenderinspirationen Zeit für meine Seele



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Links im Menü findest du alles, was ich seit 2006 geschrieben habe, in Halbjahre unterteilt und darunter in die Kategorien.

Besonders empfehlen möchte ich dir zum Einstieg:
Blog - Lieblingsartikel 

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Mehr über mich erfährst du in Hallo, ich bin Anja Kolberg 

Hier ganz kurz: Wer bin ich?

Ich bin Anja, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Betriebswirtin.

Von 1999 bis 2007 begleitete ich Menschen in beruflichen Veränderungssituationen durch Workshops & Coaching, ein Leben zu kreieren, das ihnen wirklich gefällt. 2001 erschienen dazu Sachbücher bei Kösel und bei mvg.

Ich war so glücklich, endlich das zu tun, was ich wirklich will und arbeitete viel. Obwohl ich immer mehr auf eine gute Work-Life-Balance achtete, zeigte mir meine Seele 2006 die rote Karte.

So legte ich nach meinem Burnout Coaching und Workshops auf Eis und entwarf aus meinen Fotografien, Zeichnungen und Texten Wegbegleiter durchs Jahr, die ich in meinem Shop verkaufte.

Im frisch gestarteten Blog schrieb und illustrierte ich fortan von meinen Weg: Von dunklen Tagen, Ausflügen zu meiner Familie aufs Land, Garteninspirationen, Selbstständigkeit, Lipödem, Hashimoto, Hochsensibilität und davon, gesund und glücklich zu werden.

Lilo ist das kleine Blogmädchen, mit der ich meine Beiträge illustriere. Mit ihr kann ich meine Gefühle wunderbar ausdrücken. Sie ist ein kleines Abbild von mir und macht mein Leben leichter, bunter, fröhlicher.

Meine wichtigsten Learnings landen jährlich in meinen Tischkalendern und den dazu gehörenden Impulsen. So hast du die Chance, von meiner Entwicklung etwas für dich mitzunehmen.

Fühl dich wohl, mach es dir gemütlich und schau dich in Ruhe um.

Wenn du Fragen hast oder mir ein Feedback geben möchtest: Schreib mir gerne eine Mail.

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Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Donnerstag, 18 Juli, 2019
Thema: Blog - 2019, 2. Halbjahr, Frauencoaching-News
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Selbstliebe lernen. Blick ins reale Leben der Seele.

Die Sonne an meinem Himmel scheint nicht immer

Glaube nicht, nur weil ich Heilpraktikerin für Psychotherapie bin oder weil ich sieben Jahre Menschen in Workshops und Coaching professionell begleitet habe, habe ich keine Probleme mit der Stimmung oder mein Leben im Griff oder alles läuft bestens.

Für mich gilt es eher umgekehrt: Weil mich das Thema so bewegt, habe ich diesen Weg eingeschlagen. Mich interessiert die Tiefe der Seele, weil ich diese Tiefe selbst kenne und weil ich sie wertvoll und wichtig und lebenswert finde. Und weil darüber zu wenig offen und ehrlich gesprochen wird, mache ich das hier und meinen Kalendern einfach.

Meine Intention: Mut machen. Verbundenheit und Augenhöhe. Hoffnung und Licht teilen.

Dies hier war einer jener Momente, die seufz, nicht so sonnig waren:

Decke über den Kopf ziehen

Es gibt so Tage, da will ich mich am liebsten unter der Decke verkriechen. Wenn nicht gelingt, was ich mir vornehme. Wenn mein Körper Symptome zeigt, die ich nicht haben will. Wenn sich alles in mir quer stellt.

Ich mag diese Momente gar nicht. Null. Daran gibt es auch nix schön zu reden. Sie sind sch.... Ja, irgendwann sind sie vorbei und dann geht es mir auch wieder besser und ich kann vielleicht genauer schauen, was ist. Aber jetzt gerade ist es einfach... seufz. Zum Schreien.

Mich annehmen, obwohl ich nicht funktioniere, wie ein fordernder Teil von mir das erwartet. Mir verzeihen, diesen Ansprüchen nicht zu genügen. Vertrauen, dass alles gut wird, auch wenn es sich gerade völlig anders anfühlt.

Atmen. Loslassen. Gut zu mir sein und so liebevoll wie es eine liebevolle Oma tun würde. Die Decke über dem Kopf lassen dürfen. Unglücklich sein dürfen. Nicht beschwichtigen. Nicht schön reden. Nicht verdrängen.

Auch meine Traurigkeit ist ein Teil von mir und darf atmen. Wie meine Zweifel. Meine Ungeduld. Meine Unzufriedenheit.

Wohlwissend. Das ist nur ein Teil von mir, der gerade traurig ist. Ich bin mehr als das. Ich bin auch mutig, glücklich, stark, zuversichtlich.

Aber für diesen heutigen Moment gebe ich meiner Traurigkeit den Raum, den sie braucht und mir damit wichtige Selbstfürsorge. Mich selbst lieben bedeutet, gut zu mir sein und mir geben, was ich ich gerade brauche.

Wenn du regelmäßig Freude von mir im echten Leben außerhalb des Internets haben möchtest: Hole dir meine Tischkalender mit schönen Fotografien, Zeichnungen und Texten. Ab November wieder erhältlich. (Für 2019 derzeit noch bei Amazon.)

Alles Liebe von meinem Weg der Selbstliebe

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 26 Juni, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Mich selbst annehmen, Blog - Psychologie
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Buchweizen-Bowl. Gesundes und leckeres Frühstück. Vegan. Glutenfrei. Zuckerfrei. Schnell. Einfach. :-)

Buchweizen-Bowl

Ich liebe diesen Wohlfühlschmaus - eine Buchweizen-Bowl - fürs Frühstück am Wochenende (während der Woche mache ich intermittierendes Fasten), als Mittagessen oder zwischendurch.

Ein Rezept zum Schlanker werden, weil du auf Gluten & Zucker verzichtest. Vitalstoffreich ist es dazu. Besser geht es nicht. Was zum Sattessen und gesund sein.

Rezept

2 reife Bananen mit der Gabel in einer Schüssel zerdrücken und mit gekeimten Buchweizen (gleich folgt die Anleitung) vermischen. Viele Himbeeren und Heidelbeeren unterheben und damit garnieren. Genießen.

Es eignen sich alle Arten von frischen Früchten, die du magst.

Gekeimter Buchweizen

Das Keimen lässt die Inhaltsstoffe explodieren, der Buchweizen beginnt zu leben. Buchweizen ist glutenfrei und eine kleine Superfood. In ihm finden sich u.a. viele B-Vitamine, Eisen, Magnesium, Eiweiß. Wenn du mehr Infos möchtest, im Netz wirst du vieles finden.

Buchweizenkörner findest du im Biomarkt oder der Bioabteilung großer Supermärkte. Bioqualität ist wichtig, damit sie keimfähig sind.

So mache ich das mit dem Keimen

Die Menge an Buchweizen, die ich essen mag, schütte ich in eine Schüssel. Ich fülle diese mit so viel Wasser auf, dass die Körner zwei bis drei Fingerbreit unter Wasser stehen. Sie quellen jetzt und dehnen sich aus.

Nach ungefähr 1-2 Stunden (ich mach das wie meistens nach Gefühl) schütte ich die Buchweizen in ein Sieb und spüle sie so lange durch, bis das Wasser ohne Schleim ist. Den sondern die Körner am Anfang durch den Prozess ab.

Die Buchweizen stelle ich im Sieb auf der Schüssel ab. Und wirken lassen. 2 - 3 mal am Tag spüle ich die Buchweizen durch. Nach 1- 3 Tagen esse ich den Buchweizen, je nach dem wie lange ich die Sprossen haben will.

Achte an wärmeren Tagen darauf, dass du du Körner vielleicht mit einem Löffel im Sieb wendest. Lass es nicht an einem zu warmen Platz stehen, damit kein Schimmel entsteht. Ich esse die Buchweizen, wenn es warm ist, schon am Tag nach dem Einweichen.

Lass es dir schmecken

Probier das Rezept einfach mal aus. Es ist so einfach! Ich liebe es.

Mein Wunsch

Es ist mein Ziel, gesund, fit und fröhlich zu leben. Vielleicht kann ich dich damit anstecken?

Alles Liebe,

Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 24 Juni, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Vegane Rezepte
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Danke-Journal für gute Stimmung & Wunscherfüllung

Dankebuch schreiben

473 mal schrieb ich mindestens zehn Dinge auf, für die ich dankbar bin. Warum? Weil mich diese Übung in eine gute Stimmung bringt. Während der Zeit gibt es keine Grübeleien.

Ganz bewusst lenke ich meine Aufmerksamkeit auf das, was gut in meinem Leben ist. Was ich vielleicht für selbstverständlich halte, weil es so normal ist.

Schnell geht mein Blick sonst auf das, was noch fehlt, was noch nicht rund ist, was ich meine unbedingt noch haben oder tun zu müssen. Und meine Stimmung sinkt, der Stress steigt.

Die innere Einkehr mit meinem Dankebuch lässt mich innehalten: Was erfreut mich und warum? Was tut mir gut? Was hilft mir? Welche Menschen sind in meinem Leben und wie bereichern sie es?

Die Dankeübung macht mich demütig, zeigt mir meinen inneren und äußeren Reichtum. Meine Zufriedenheit steigt.

Fast auf den Tag genau ein Jahr habe ich die Übung nicht mehr gemacht. Heute habe ich den Faden wieder aufgenommen. Ein guter Tag.

Vier Tage, nachdem unsere Hündin Minu im Januar 2018 verstarb, setzte ich mich hin und begann aufzuschreiben, wofür ich dankbar bin. Stunden war ich damit beschäftigt. 102 Dinge fielen mir ein. Danach fühlte ich mich einen Schritt auf dem Weg meiner Trauerverarbeitung weiter.

Die grundsätzliche Idee zehn Dinge, für die man dankbar ist und warum, aufzuschreiben, stammt aus dem Buch 'The Magic' von Rhonda Byrne (Film 'The Secret').

Im August 2012 - als ich inmitten meiner Prüfungsvorbereitung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie war - begann ich das Buch zu lesen und schrieb die ersten Sachen auf, für die ich dankbar bin.

Vielleicht ist die zufällige Erinnerung heute ein guter Moment, nun wieder in meine Aufzeichnungen zu schauen:

Ausschnitt Wünsche meines Dankebuches

Das hätte ich nicht geglaubt! Eintrag in mein Tagebuch am 3. August 2012. In das Buch schaue ich heute - Pfingsten 2019 - wie ich es oben angekündigt hab.

Vor 7 Jahren schrieb ich einen Wunsch auf (siehe Foto) der heute Realität ist.

Wieviel gesünder bin und lebe ich heute. In den letzten zwei Jahren ist so viel passiert, was gut für meinen Körper und meine Seele ist. Ich schlafe nachts gut, fühle mich erholt. Träume, keine Luft zu bekommen, hatte ich schon ewig nicht mehr. Vor allen Dingen der Wunsch, dass ich mich nach gutem Essen sehne, hat sich erfüllt: Obst & Gemüse sind meine Leibspeise. 40 kg habe ich in 2017 losgelassen. Zucker, Gluten und Soja gehören nicht mehr auf meinen Speiseplan. Vegan lebte ich damals schon. Ich lasse immer mehr Rohkost in mein Leben. Sofern möglich, walke ich seit über zwei Jahren an 6 Tagen die Woche eine Stunde, um meine Beine zu unterstützen.

Hätte mir das einer 2012 von meiner Zukunft erzählt, ich hätte es ihm nicht geglaubt. Zu stark die Veränderung.

Erstaunlich, was wir in unserem Leben alles verändern können, wenn der richtige Moment gekommen ist und die Dinge in Bewegung kommen.

Das ermutigt mich gerade ungemein. Ich hab richtig Lust, aufzuschreiben, was ich mir jetzt für mein Leben wünsche.

Du vielleicht auch? Schnapp dir einfach einen Zettel und schreib dir auf, wie dein ideales Leben ausssieht. Diese Klarheit ist ein wichtiger Schritt, damit es sich auch erfüllen kann.

Hab einen schönen Moment

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Freitag, 21 Juni, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Achtsamkeit, Blog - Schreiben
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Lipödem alternativ behandeln - Selbstheilungskräfte aktivieren - Gesund werden - Erfahrungsbericht

Lipödem alternativ behandeln Erfahrungsbericht

Hallo,

ich berichte in diesem Artikel von meinen Erfahrungen mit der Diagnose Lipödem, was ich an Schritten unternommen, welche Erfolge ich erzielt habe und vor welchen Herausforderungen ich jetzt im dritten Jahr stehe.

So viel sei verraten: Heute sehe ich jünger aus, fühle mich wohler und lebe gesünder als vorher.

Ich hoffe, es macht dir Mut!

Deine Anja

Ausgangslage: Diagnose Lipödem

Die Diagnose Lipödem ist seit Dezember 2016 Teil meines Lebens. Konsequenz der Diagnose des damaligen Facharztes: Lebenslänglich Kompressionsstrümpfe tragen. Andere Option wäre eine selbst bezahlte OP, die ich weder finanziell stemmen, noch erleben möchte. Nachdem mich das alles erst nieder schmetterte, hab ich inzwischen den Kampf aufgenommen. Ich will die Prognosen nicht so stehen lassen. Mir selbst mit Mitteln helfen, die für mich machbar sind.

Ziel: Lipödem selbst behandeln

Kein Sportfreak

Handycap: Sportmuffel und Bequemlichkeit

Ich habe keine Lust auf Sport. Ich sitze gerne rum, lese oder liege TV schauend am Abend auf der Couch. Ich liebe Essen. Ich fühle mich in meiner Komfortzone sehr wohl.

Starke Motivation zur Überwindung der Bequemlichkeit

Stärker als das ist meine Motivation

Ich will gesund, glücklich und fit 100 werden. Mein Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit ist stark: Ich will das Gefühl wieder haben, im Sommer mit nackten Füßen rumzulaufen, statt sie eingepackt in eine dicke Strumpfhose zu wissen.

Ich will gesundes und straffes Gewebe und so schön aussehen wie es mit Ende 40 geht. Natürlichkeit ist mir wichtig. Ich bin keine Freundin von Chemie oder kosmetischen Behandlungen.

Meilensteine

Erreichte Meilensteine - helfen auch Wechseljahressymtomen & Hashimoto

Mein Weg entstand beim Gehen durch viele Zufälle und die Schritte haben auch meinen Wechseljahresproblemen und der Autoimmunerkrankung meiner Schilddrüse Hashimoto gut getan.

Kurzfassung:

Frühling 2017 Ernährung umgestellt. Gluten, Zucker, Soja und die meisten industriell verarbeiteten Lebensmittel stehen nicht mehr auf meinem Speiseplan. Alles möglichst naturbelassen. Bin unterwegs zu mehr Rohkost. 5 Tage in der Woche intermittierendes Fasten. (...) Täglich eine Stunde Walking. Faszientraining. Die Kompression täglich tragen (die Beine brauchen sie besonders, wenn es warm ist). In den warmen Monaten 1 x die Woche Manuelle Lymphdrainage.

Ende 2017: Minus 40 kg. Minus 15 cm Umfang an jedem Oberschenkel. Seit dem das Gewicht gehalten und mit allem so weiter gemacht.

Waren die Freiheiten ok

Erste kleine Freiheiten und ein bisschen Risiko ist immer dabei

Meine Phlebologin (Fachärztin für meine Beine) weiß von meinem Wunsch, die Kompression wieder loszuwerden. Beim letzten Termin im November 2018 hatte ich mit ihr überlegt, was möglich ist, um das Gewebe langsam von der Kompression zu entwöhnen, ohne die Erfolge in Gefahr zu bringen. Vereinbarung: Die Kompressionsstrumpfhose einen Tag die Woche nicht tragen.

Den Sonntag hab ich dann zu meinem “Schlafanzugssonntag” erkoren, wo ich auch nicht walken gehe, d.h. gar nicht aus dem Haus muss und getrost den ganzen Tag im "Schlafanzug" verbringen kann. Das genieße ich so sehr!

Was hat die kleine Freiheit mit meinem Beinen gemacht?

Mein Eindruck: Ich hatte seit einigen Wochen das Gefühl, die Jeans würde an den Oberschenkeln etwas enger sitzen. Beim langen Stehen auf einer Fete an Ostern hatte ich trotz Kompression den Eindruck, die Beine “laufen voll”. Zum Glück habe ich ein mechanisches Entstauungsgerät, mit dem ich mir geholfen habe.

Checkup Ärztin

Konservative Lipödem-Behandlung: Begeisterung und Ermutigung der Fachärztin

Facharzttermin zur Kontrolle Ende Mai 2019: Die Phlebologin schaute sich meine Beine an und war sehr zufrieden mit mir. Sie hat sogar Beifall geklatscht. *Kicher* Ich könne so stolz auf mein Erreichtes sein und dass ich die Erfolge gehalten habe.

Ich wäre ein tolles Beispiel dafür, wie man sich selbst mit konservativer Therapie unterstützen kann. Viele junge Frauen, die die Diagnose erhalten, ständen unter dem Druck, eine Liposuktion (OP, die die Krankenkasse bisher nicht übernimmt) durchführen zu lassen, um sich zu helfen. Lange wurde gesagt, dies sei die einzige Möglichkeit zur Heilung. Nach 5 Jahren Erfahrung würde sie das anders sehen.

Es wäre wichtig, dass offener darüber gesprochen wird, was so eine OP wirklich bedeutet. Bei so mancher Frau würden danach Fettschwellungen an anderen Stellen auftauchen, wo bisher keine waren. Deswegen wäre so wichtig, dass darüber mehr aufgeklärt wird und echte Tatsachen von Betroffenen geteilt werden. Sie machte mir Mut, über meinen konservativen Weg ein Buch zu schreiben. :-) Mal sehen …

Die Ärztin meinte, die Probleme, die ich durch das lange Stehen an Ostern hatte, könnten auch eine orthopädische Ursache haben. Es könnte an der Zunahme von Muskelgewebe liegen, weswegen die Jeans enger sein könnte. Auch die Hormone spielen immer wieder eine Rolle, ich bin in den Wechseljahren.

Sie unterstützt mich bei meinem Ziel, frei von der Kompression zu werden. Schließlich hätte ich schon so viel dafür getan und die Ergebnisse wären ja sichtbar. Ein Segen, diese Unterstützung zu haben. So wird mein Engagement honoriert. Ich werde sowohl die Ernährung als auch das Walking beibehalten.

In ihrem Befund, von dem ich mir immer eine Kopie vom Hausarzt hole, weil mich interessiert, was darin steht, stand dieser Satz: "Unter Gewichtsreduktion deutliche Besserung der Beschwerden und Reduktion der Umfänge. Aktuell besteht noch eine Lipohypertrophie der Arme und Beine ohne Schmerzen. Kompression kann gerne weiter reduziert werden." Hach, tut das gut!

Besonders "Aktuell besteht noch" macht mir Hoffnung und Mut, dass all meine Anstrengungen wirklich zu meinem Ziel führen können, nämlich frei von der Kompression zu leben und gesund zu sein.

Schritte zur Entwöhnung

Nächster Schritt zur Entwöhnung von der Flachstrickstrumpfhose

Der nächste Schritt ist die weitere, langsame Entwöhnung von der Kompression. Dazu gibt es zwei Maßnahmen:

Meine Fachärztin hat mir eine Flachstrickstrumpfhose in Klasse II und in Klasse I (= weniger Druck auf das Gewebe) im Wechsel verschrieben.

Es ist ok, wenn ich die Strumpfhose jeden zweiten Tag weg lasse.

Wow! Wie auf Flügeln verließ ich die Praxis.

Genaue Maße im Sanitätshaus

Im Sanitätshaus habe ich die Rezepte abgeben. Die Beine werden dort genau ausgemessen, damit die Kompression perfekt passt. Sie wird maßgefertigt. Auch meine geliebte Sanifee meinte beim Vergleich mit dem letzten Messdaten von vor einem halben Jahr, der Umfang der Beine hätte abgenommen. Ich habe 0,5 bis 1,5 cm weniger an den Unterschenkeln. Im Oberschenkelbereich habe ich je nach Höhe und Bein 0,5 bis 1,5 cm zugelegt. Ok, das beobachte ich weiter.

Die Mode ist zum Glück auch bei der Kompressionsware angekommen: Es gibt nicht wie früher nur hautfarbene Kompressionsstrümpfe. Heute bieten die Hersteller jährliche wechselnde moderne Farben an. Zu meinem Vergnügen suchte ich mir statt dunkelblau und schwarz (hab ich) oder hautfarben (nö) zwei Sommerfarben für die Kompression aus: Maigrün und Graublau.

Traue ich mich auch, die Kompression wegzulassen?

Das OK in der Tasche zu haben, die Kompression weniger tragen zu dürfen, ist die eine feine Sache. Aber setze ich das auch um? Werde ich mich trauen, die Kompression weniger anzuziehen? Was, wenn die Beine wieder dicker werden? Wie wird es im Hochsommer sein? Mir ist ja wichtig, meinen erreichten Status zu halten.

Gut, dass ich das mechanische Entstauungsgerät zur Unterstützung habe und einmal die Woche Manuelle Lymphdrainage bei Physiotherapeuten, die mir dann helfen werden.

Sommerfrei für die Füße

Das erste Mal seit zwei Jahre im Sommer ohne Strümpfe - geliebtes Sommergefühl ist wieder da

An einem warmen Sommertag Anfang Juni hatte ich seit Monaten der Pause wieder Manuelle Lymphdrainage. Ich zog die Kompression vorher aus und ging mit nackten Füßen in den Sandalen los.

Was für ein unglaubliches Sommer-Glücksgefühl!

Das wollte ich wieder haben. Der Gedanke, meine Beine am nächsten Tag wieder in die Kompression zu stecken, machte mich traurig. Es war ein kleiner Motivationsanschupser für mich.

Konsequenz der Abnahme: Weiches Bindegewebe

Doch ich merke bei aller Freude über freie Füße auch eine neue Herausforderung.

Bindegewebe zeigt Spuren nach Abnahme

Die Kompression hat mein Gewebe bisher fest zusammen gehalten. Wenn ich sie nicht anziehe, ist das Gewebe also nicht mehr straff und fest, sondern bewegt sich. Anderen mag das vielleicht nicht auffallen, wenn ich sie nicht drauf aufmerksam mache (ist mit dem Schreiben hier wohl zu spät….). ;-)

Mir fällt es auf, ich spüre es ja auch. Ich will das nicht und leide richtig darunter. Ich will, das meine Beine wieder fest sind. Es soll schön aussehen.

Früher hab ich manches mal gedacht: Lieber nicht abnehmen, was ist dann mit der Haut? Heute weiß ich: Die Vorteile der Abnahme sind all das wert!

Das Bindegewebe ist mit Ende 40 nicht mehr so elastisch und steckt eine so starke Gewichtsabnahme nicht so leicht weg wie mit Anfang 20. Das ist so, auch wenn ich parallel Sport gemacht hab, sonst wäre meine Haut vielleicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen.

Heißt das als Konsequenz: Entweder Kompression weiter tragen (= festes Gewebe und unfrei sein) oder Kompression weglassen (= frei sein und wabbeliges Gewebe)? Hm. Ich will auch keine Gewebestraffung machen lassen müssen.

Da muss doch noch was anderes möglich sein.

Beruhigende Erklärung der Physiotherapeutin zum schlaffen Bindegewebe

Bei der Manuellen Lymphdrainage habe ich mir schon so oft einen Tipp für meinen Weg erfragt. Hier habe ich direkt Kontakt zu Profis, die jeden Tag mit Muskeln, Bindegewebe, Faszien und Gefäßen zu tun haben. Ich mag es auch, immer mit anderen Physiotherapeuten zu sprechen, weil die Themen aus ihren jeweils unterschiedlichen Ausbildungen und Erfahrungen beleuchtet werden.

Meine Physiotherapeutin erklärte mir mein Gewebeproblem:

Der Körper würde Energie sparen, wo es geht. Er hat durch die zwei Jahre tägliche Kompression gemerkt: "Hey, das Bindegewebe wird auch so gehalten, die Energie spare ich mir, da kümmere ich mich nicht drum." So hat eine Gewöhnung statt gefunden.

Wenn mein Körper merkt, dass das Gewebe nicht mehr gestützt wird, übernimmt er seine Stützarbeit wieder und das Gewebe wird fester.

Ah, das erklärt vielleicht, warum ich Ostern so Probleme beim langen Stehen hatte und ich das vor 2017 nicht so stark gemerkt hatte. Vor der Kompressionsgewöhnung war mein Gewebe noch trainierter.

Hoffnung für das Bindegewebe ab 49

Mut, eine positive Veränderung des Gewebes ist möglich. Auch mit 49.

Meine Physiotherapeutin machte mir Mut, dass sich das Bindegewebe auch in meinem Alter noch regeneriert. Das geht nicht mehr so schnell wie bei einer 20jährigen, aber es ist machbar. Als ich fragte, ob wir über Jahre reden oder über Monate reden, meinte sie Monate. Eine Hoffnung tat sich auf.

Ein Muskeltraining zur Unterstützung und Festigung wäre wichtig. Ich fragte sie, was für ein Mindesttraining nötig sei, damit ich eine Verbesserung erfahren kann.

Denn mir ist ganz wichtig: Ich will mein System aus täglichem Walking, das ich mir erarbeitet habe, nicht in Gefahr bringen. Ich befürchte, wenn ich mir zuviel vornehme, verliere ich ganz die Lust daran. Yoga finde ich auch für die Stärkung des Körpers super, aber ich habe es einfach nicht zusätzlich zum Walking durchgehalten. Deswegen habe ich mich für eine Sache entschieden, die ich beibehalten kann - und mir am meisten Spaß macht, auch weil ich es in der Natur ausüben kann.

Das ist das Walking. Es bleibt zu meiner Genesung oberste Priorität.

Motivation und Ziel - wie finde ich ein Gleichgewicht

Herausforderung: Das richtig Maß an Training, bei dem ich motiviert bleibe

Wenn ich es richtig verstanden hatte, bringt es nichts, Muskeln aufzubauen und dann mit dem Training aufzuhören, weil sich die Muskeln zurück bilden. Also brauche ich Übungen, die ich über den Muskelaufbau hinaus weiter machen kann, um die Muskulatur auch zu halten.

Gut wäre etwas, das ich beim Walking einbinden könnte und mir Spaß macht.

Hm, was gibt es da?

Die Freiluft Fitnessgeräte im Stadtwald sind z.B. überhaupt nicht mein Ding.

An den Jahnwiesen vor dem Stadion sind viele Treppen, die zu einem Denkmal auf einem Hügel führen, daran komme ich täglich vorbei. Die könnte ich hochlaufen, sie werden oft von Sportlern genutzt.

Treppen an der Jahnwiese

Es gibt auch einen steilen Miniberg am Adenauer Weiher, den ich schonmal hochgehe. Ihn könnte ich mir als Training auch vorstellen. Bisher erzwinge ich ihn nach Lust und Laune, ohne Plan und Ziel.

Miniberg am Adenauer Weiher Köln

Mindesttraining zum Muskelaufbau

Die Einschätzung meiner Physiotherapeutin: Im Idealfall würde ich die Treppe zwei oder dreimal die Woche jemals zweimal hintereinander hochlaufen oder den Berg noch mitnehmen. Das mindeste wäre aber, die Treppe einmal die Woche zweimal zu erklimmen.

Damit sich das Gewebe nicht so bewegt, könnte ich eine festere Leggins zum Walking anziehen oder eine Feinstrumpfhose, die etwas stützenden Charakter hat.

Auch wenn es mir schwerfällt. Ich mach's.

Ich freu mich nicht drauf. Bin ein Sportmuffel

Ok, das will ich jetzt für ein halbes Jahr ausprobieren und sehen, ob sich mein Gewebe verändert.

Ich will mutig sein und mich trauen, auch die Kompression öfter nicht zu tragen.

Es fällt mir schwer, das zusätzliche Programm in Angriff zu nehmen. Denn ich muss meine Komfortzone mal wieder verlassen. Zudem schwitze ich ganz und gar nicht gerne und auch wenn ich nahezu täglich walke, bin ich noch immer kein Sportliebhaber geworden. Nicht einfach also dieser zusätzliche Schritt, aber ich weiß ja, warum ich es mache. :-)

Nämlich, damit ich meinem Ziel näher komme und wirklich wieder frei bin. Röcke anziehen, ohne mir Gedanken zu machen, welche Farbe der Kompression dazu passen könnte. Im Sommer Barfuß laufen. Die Freiheit genießen. Gesund sein. Das will ich so sehr!

Du erfährst hier wie es weiter geht

So sehe ich aus, wenn ich den Berg und die Treppen bezwungen habe:

Bequemlichkeit überwunden

Hier im Blog werde ich dir weiter von meinen Erfahrungen berichten. Auf Instagram mache ich immer mal wieder kurze Videos von meinem Walkingweg. Alles wichtige gibt es jedoch weiter hier im Blog.

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Frühere Artikel zu diesem Thema findest du in der Kategorie Blog - Körper & Schmerzen 

Einen Teil meiner Rezepte findest du in der Kategorie Blog - Vegane Rezepte 

Auf das Leben! Auf die Möglichkeiten, die wir selbst in der Hand haben, unser Leben positiv zu beeinflussen! Auf die Motivation, die uns bewegt, die Komfortzone zu verlassen und auf die Kraft, dies auch umzusetzen.

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Mittwoch, 19 Juni, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Körper & Schmerzen
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Anfänger-Tipps & Ideen für mehr Bewegung

Sketchnote Sport starten

Wenn du mehr Bewegung in deinem Leben möchtest und weißt noch nicht was - auf meiner Sketchnote (visuellen Notiz) eine kleine Entscheidungshilfe:

Welche Rahmenbedingungen sind dir wichtig? Was möchtest du? Was spricht dich an?

  • draußen oder drinnen (Natur oder Wohnzimmer, Fitnessstudio)
  • zu Hause oder außerhalb (möchtest du fahren oder von zu Hause starten können)
  • regelmäßige Termine oder spontan, wenn du Lust oder das Bedürfnis hast
  • alleine oder mit anderen
  • zeitlich flexibel sein oder einen festen Termin haben
  • möchtest du dir die Sportart alleine erarbeiten oder wünschst du dir eine Anleitung?

Ideen für mehr Bewegung

  • etwas im Wasser machen (Schwimmen, Aquafitness)
  • Tanzen (Einen Standardtanzkurs mit dem Partner oder neue Leute in Single-Tanzkursen kennen lernen, Zumba - heiße Rhythmen zum Auspowern in der Gruppe)
  • In der Natur unterwegs sein zum Beispiel mit Walken, Joggen, Eigengewichtsübungen, Wandern, Hund ausführen ...
  • Körperübungen: Yoga, Chi Gong, Aerobic, Bogenschießen...
  • Fitnessgeräte: Im Studio, draußen an Waldfitnessplätzen, im heimischen Wohnzimmer beim TV schauen
  • Teamsport: Volleyball, Fußball, Handball, Hockey ...
  • Herausforderungen: Klettern, An Wettkämpfen teilnehmen wie einem Marathon (Wer weiß ...?)
  • Zu Hause: Fitness-CD, Yoga-App, Garten-Arbeit, Hausputz

Sooo viele Möglichkeiten mehr gibt es.

Was würde dir langfristig Freude bereiten?

Worauf hast du wirklich Lust, denn nur das machst du auch auf Dauer.

Nimm's locker, wenn du mal keine Lust hast. Nicht groß drüber nachdenken. Mach nach einer Pause einfach wieder weiter.

Vielleicht nimmst du dir Zeit, verschiedenes auszuprobieren und suchst dir das aus, das dir am meisten Spaß macht.

Ich hab mich für Walking entschieden, weil ich zeitlich ganz flexibel dann was tun will, wenn es bei mir geht und ich Bewegung brauche. Die Natur finde ich angenehmer als ein Fitness-Studio und sie ist gratis und immer da. Mir tut es gut, unabhängig von anderen Menschen zu sein, deswegen gehe ich alleine. (...)

Ein guter Grund hilft dir, am Ball zu bleiben.

Bei mir waren es Schmerzen und ist es der Wunsch, ohne Kompression leben zu wollen. Jetzt nach der Abnahme und der langsmen Entwöhnung von der Kompression zu einem stärkenden, strafferen Gewebe zu kommen.

Also welchen Grund hast du, dich zu bewegen? Der wird dir helfen!
Meine Story: Ich brauche ein Warum, eine Motivation, einen Sinn. 

Viel Freude beim Stöbern

Deine Anja

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Erstellt durch: Anja Kolberg am Montag, 17 Juni, 2019
Thema: Blog - 2019, 1. Halbjahr, Blog - Körper & Schmerzen
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